Biermann Akademie

Rück­blick: Inten­siv­kurs Neu­roo­ph­thal­mo­lo­gie 02. — 03. Febru­ar 2018


Die Bier­mann Medi­zin Aka­de­mie hat­te auch in die­sem Jahr wie­der zu ihrem Inten­siv­kurs Neu­roo­ph­thal­mo­lo­gie ein­ge­la­den, der gemein­sam mit dem St. Ger­trau­den-Kran­ken­haus in Ber­lin am 2. und 3. Febru­ar ver­an­stal­tet wur­de.

Die Lei­tung die­ses Intensiv­kurses, an dem 44 Augen­ärz­tin­nen und -ärz­te teil­nahmen, hat­te erneut das bewähr­te Team Prof. Klaus Rüt­her, Kon­si­liar­arzt im St. Ger­trau­den-Kran­ken­haus, und Prof. ­Hel­mut Wil­helm, Ober­arzt an der Uni­ver­si­täts­au­gen­kli­nik Tübin­gen, über­nom­men. Zu den Refe­ren­ten des Inten­siv­kur­ses gehör­ten zudem Dr. Jan Schro­eter, FEBO, von der Cha­rité ­Uni­ver­si­täts­me­di­zin und PD Jan Kamin­sky, Chef­arzt der Neu­ro-Chir­ur­gie im St. Ger­trau­den-Kran­ken­haus, der die neu­ro­chir­ur­gi­schen Parts im Kurs­teil „Seh­bahn­tu­mo­re“ über­nahm.

Die Neu­roo­ph­thal­mo­lo­gie ist eine Sub­dis­zi­plin der Augen­heil­kun­de und bewegt sich an der Schnitt­stel­le zur Neu­ro­lo­gie. Ihre Schwer­punk­te sind sowohl die Dia­gnos­tik als auch die The­ra­pie affe­ren­ter und effe­ren­ter Stö­run­gen des visu­el­len Sys­tems. Im zwei­tä­gi­gen Inten­siv­kurs wur­den ins­be­son­de­re die „pra­xis­re­le­van­ten Eck­pfei­ler“ die­ses Fach­ge­bie­tes ver­mit­telt. Vor­ran­gi­ges Ziel war weni­ger eine Syn­opsis aller neu­roo­ph­thal­mo­lo­gi­schen Krank­heits­bil­der, son­dern die Dar­stel­lung der häu­figs­ten Stö­run­gen und deren ziel­ge­rich­te­te Abklä­rung.

Die ins­ge­samt zehn 30- bis 60-minü­ti­gen Vor­trä­ge befass­ten sich unter ande­rem mit Opti­kus­neu­ro­pa­thi­en, mit der Pupil­le als wich­ti­ger Indi­ka­tor für Stö­run­gen des affe­ren­ten visu­el­len Sys­tems, mit Diplo­pie und Seh­bahn­tu­mo­ren, mit der oku­lä­ren Bild­ge­bung und Elek­tro­phy­sio­lo­gie bei Seh­bahn­stö­run­gen, mit dem Sym­ptom Kopf­schmerz, unkla­ren und vor­ge­täusch­ten Seh­stö­run­gen sowie mit neu­roo­ph­thal­mo­lo­gi­schen Not­fäl­len. Jeweils als Abschluss der bei­den Kurs­ta­ge fan­den Fall­be­spre­chun­gen aus dem kli­ni­schen All­tag statt. Die Pau­sen bei Kaf­fee und klei­nem Imbiss nutz­ten die Teil­neh­mer zu ange­reg­ten Dis­kus­sio­nen; ins­ge­samt zeich­ne­te sich der Kurs durch eine sehr leb­haf­te Atmo­sphä­re und gute Stim­mung aus.

Die Abklä­rung von Seh­bah­ner­kran­kun­gen erfor­dert neben der augen­ärzt­li­chen Basis­dia­gnos­tik funk­tio­nel­le Unter­su­chun­gen der visu­el­len Affe­renz, die psy­cho­phy­si­sche und elek­tro­phy­sio­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen beinhal­ten“, beton­ten die Kurs­leiter. So müss­ten etwa Ver­än­de­run­gen von Form und Grö­ße der Pupil­len „dia­gnos­tisch ein­deu­tig zuge­ord­net“ wer­den, um eine geziel­te Dia­gnos­tik zu ermög­li­chen. Eben­so sei der Augen­arzt gefor­dert, Stö­run­gen der Oku­lo­mo­to­rik zu erken­nen, zu beschrei­ben und dia­gnos­tisch zuzu­ord­nen. Da nach der neu­roo­ph­thal­mo­lo­gi­schen Grund­dia­gnos­tik oft wei­ter­ge­hen­de Abklä­rungs­schrit­te erfor­der­lich wür­den, gehö­re ins­be­son­de­re die Neu­roo­ph­thal­mo­lo­gie zu jenen Berei­chen der Augen­heil­kun­de, für die die inter­dis­zi­pli­nä­re Koope­ra­ti­on von ent­schei­den­der Bedeu­tung sei. Vor allem die Neu­ro­ra­dio­lo­gie, Neu­ro­lo­gie und Neu­ro­chir­ur­gie sei­en hier zu nen­nen.

Die Fort­bil­dung war mit zehn CME-Punk­ten zer­ti­fi­ziert und ende­te mit einer Abschluss­prü­fung. Unter­stützt wur­de die­se Ver­an­stal­tung der ­Bier­mann Medi­zin Aka­de­mie durch die San­the­ra (Ger­ma­ny) GmbH.